Fantasy Football Reactions
Panik oder ruhig bleiben?

Nach einem spannenden NFL Spieltag, der uns wieder alle Nerven gekostet hat, ist es an der Zeit über Spieler zu reden, die uns mit ihren Fantasy Leistungen enttäuscht haben. Die größten Enttäuschungen der vergangenen Woche werden von uns analysiert und in eine Wertung gepackt. Diese Entscheidungen solltet ihr treffen:

Paniktabelle: 

1 = keine Panik, behaltet den Spieler in eurem Lineup
2 = abwarten und ruhig bleiben, setzt diesen Spieler auf eure Bank
3 = on the block. Versucht den Spieler teuer zu traden und abzugeben
4 = Stresslevel steigt, tradet den Spieler, bevor ihr nichts mehr dafür bekommt
5 = droppt diesen Spieler und holt euch eine andere Option in euren Kader

Russell Wilson, QB, Seattle Seahawks: 3
Auch wenn eine leichte Steigerung zum desolaten Auftritt in Green Bay zu erkennen war, blieb Wilson auch gegen die Cardinals komplett hinter den Erwartungen zurück. Das Offensivspiel der Seahawks bleibt erschreckend schwach und oftmals eindimensional. Obwohl in Woche 12 mit dem Washington Football Team ein gutes Matchup wartet, fällt es schwer, auf Fantasy-Wilson zu vertrauen.

David Montgomery, RB, Chicago Bears: 1
7,2 Fantasypunkte erscheinen auf den ersten Blick zwar besorgniserregend, aber Montgomery zeigte sich als effizienter Läufer, der jedoch im dritten und vierten Quarter kaum noch eingesetzt wurde. Sollte Matt Nagy, warum auch immer, in Woche 12 noch als Head Coach an der Seitenlinie stehen, sollte selbst er erkennen, dass Montgomery deutlich häufiger den Ball in die Hand bekommen sollte. Monty bleibt ein klarer Fantasy-Starter.

Zack Moss, Devin Singeltary, Matt Breida, RB´s, Buffalo Bills: 4 
Das Backfield der Bills ist inzwischen ein Fantasy-Albtraum, in dem Moss und Singeltary sich sogar hinter Matt Breida anstellen müssen und beide kaum noch fantasyrelevant sind. Head Coach McDermott scheint vor jedem Spiel zu würfeln, welcher der drei Runningbacks den Großteil der Snaps bekommt. Keiner der dreien sollte in Woche 12 in eurem Lineup stehen.

Antonio Gibson, RB, Washington Football Team: 1
Nach seinen überraschend guten 20 Fantasypunkten gegen den amtierenden Super Bowl Champion enttäuschte Gibson am vergangenen Spieltag mit nur 7,5 Punkten gegen Carolina. Es bleibt also eine durchwachsene Saison für Gibson, der aber nach wie vor häufig eingesetzt wird und daher gegen die zweitschwächste Run-Defense der Seahawks im kommenden Spiel gute Aussichten auf 15+ Fantasypunkte hat.

Christian Kirk, WR, Arizona Cardinals: 3
Nach zwei soliden Performances mit Colt McCoy under Center war Kirk gegen Seattle kein nennenswerter Faktor und beendete den Spieltag mit 3,5 Fantasypunkten. Ohne Kyler Murray ist die Offensive der Cardinals zu unproduktiv, um regelmäßig gute Fantasywerte zu produzieren. Kirk bleibt nach der Bye-Week eine Option mit viel Upside, die aber auch sehr riskant ist.

Brandin Cooks, WR, Houston Texans: 2 
Es ist paradox: als die Texans von Niederlage zu Niederlage wanderten, war Cooks regelmäßig einer der besten Akteure auf dem Feld und kaum gewinnen sie ein Spiel, bleibt der Receiver blass. Das hängt aber auch stark mit dem Gamescript der Texans zusammen, die im Regen Nashvilles eher auf den Lauf setzten. Ein einladendes Matchup gegen die Jets bietet Cooks eine gute Gelegenheit zu einem Bounce-Back.

Kenny Golladay, WR, New York Giants: 5  
Es bleiben nur wenige Worte für Golladay übrig. Wer mit einem 72Mio-Vertrag einen gleichermaßen lustlosen wie teilnahmslosen Eindruck hinterlässt und gleichzeitig in einer inkompetenten Giants-Offensive spielt, in der ausgerechnet ein O-Liner mit einem TD-Catch  für die Szene des Spiels sorgt, hat in keinem Fantasykader irgendetwas zu suchen. Golladay wird, wenn sich die Situation nicht noch um 180° drehen sollte, eine der größten Fantasyenttäuschungen des Jahres werden.

Kyle Pitts, TE, Atlanta Falcons: 1
Pitts hatte im Thursday Night Game gegen die Patriots eigentlich die idealen Voraussetzungen für einen guten Fantasyauftritt, da Calvin Ridley und Cordarelle Patterson nicht antreten konnten und der Rookie damit im Fokus von Matt Ryan stehen sollte. So die Theorie. In der Praxis standen aber primär die Verteidiger New Englands im völlig schiefen Fokus des Matty Ice, der einen rabenschwarzen Tag erwischte und Pitts damit jede Möglichkeit auf mehr Fantasypunkte nahm. Gegen die Jaguars sollte Pitts ebenso wie Ryan aber wieder zur alten Form auflaufen.

Kurz und knapp:
1: 
Joe Burrow, Josh Jacobs, Lenny Fournette, Michael Gallup, Tj Hockenson
2:
Pat Mahomes, Miles Sanders, Jeff Wilson, Rashod Bateman, Dalton Schultz
3:
Derek Carr, Rhamondre Stevenson, DK Metcalf, Corey Davis, Jared Cook
4: 
Baker Mayfield, Adrian Peterson, Alex Collins, Jakobi Meyers, Gerald Everett
5: 
Daniel Jones, D’onta Foreman, Mike Davis, Laviska Shenault, Tommy Tremble